Gymnasien in Rennes wurden für die Förderung gesunder Ernährung mit dem Gütesiegel „Committed Organic Establishment“ ausgezeichnet.
Seit einigen Jahren steht das Thema gesunde und nachhaltige Ernährung an Schulen im Fokus. Auch die Gymnasien in Rennes (Bretagne) bilden da keine Ausnahme. Im März 2025 wurden sie für ihre Bemühungen im Bereich Ernährung ausgezeichnet. Das Chateaubriand-Gymnasium und das Victor & Hélène-Basch-Gymnasium erhielten das Gütesiegel „Engagierter Bio-Betrieb“ – eine Anerkennung ihres Engagements für umwelt- und gesundheitsschonendere Lebensmittel. Diese Initiative zielt darauf ab, die Qualität der Schulmahlzeiten durch den Einsatz von Bio-Produkten aus der Region zu verbessern. Dieser Ansatz entspricht dem nationalen Ziel des EGAlim-Gesetzes, das einen Anteil von 20 % Bio-Produkten in Schulmahlzeiten vorschreibt.
Die Bedeutung des Gütesiegels „Engagierter Bio-Betrieb“ Das Gütesiegel „Engagierter Bio-Betrieb“ ist ein starkes Symbol für das Engagement von Schulen für gesunde und nachhaltige Ernährung. Um es zu erhalten, müssen Gymnasien mehrere Kriterien erfüllen. Erstens müssen sie mindestens 22 % Bio-Produkte in ihren Lebensmitteleinkäufen verwenden. Dieses Kriterium ist besonders relevant in einer Zeit, in der Umweltbedenken zunehmen und die Lebensmittelqualität im Mittelpunkt der Bildungsdebatte steht.
Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile. Erstens fördert er die Ernährungsbildung von Schülern. Durch den Verzehr von Bioprodukten lernen sie, die Problematik ihrer Ernährung und die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung besser zu verstehen. Zweitens unterstützt er lokale Landwirte und trägt somit zur regionalen Wirtschaft bei. Da Bioprodukte oft aus kurzen Lieferketten stammen, hilft dies, den CO₂-Fußabdruck der in Schulen servierten Mahlzeiten zu minimieren. Die Initiative beschränkt sich nicht nur auf die Erfüllung eines Standards. Sie ist vielmehr das Ergebnis der Zusammenarbeit von Lehrkräften, Köchen und den Schülern selbst. Alle Beteiligten engagieren sich für diesen Wandel, der darauf abzielt, Mahlzeiten anzubieten, die sowohl dem Geschmack als auch den Ernährungsbedürfnissen von Jugendlichen gerecht werden. Die Erstellung ausgewogener Menüs beinhaltet daher ein gemeinsames Nachdenken, das auch die Auswahl bretonischer Gerichte und saisonaler Produkte umfasst.
Kriterien für die Vergabe des Gütesiegels:
Integration von mindestens 22 % Bio-Produkten in die Mahlzeiten.
- Aufklärung der Schüler über gesunde Ernährung.
- Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Küchenteam.
- Förderung kurzer Lieferketten und regionaler Produkte.
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Rückmeldungen von ausgezeichneten Schulen:
Die Rückmeldungen von Schulen, die das Gütesiegel „Engagierte Bio-Schule“ erhalten haben, sind sehr positiv. Das Gymnasium Chateaubriand, das täglich 3.600 Mahlzeiten ausgibt, hat erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Qualität seines Speisenangebots zu verbessern. Die Schulleitung unter der Führung des Küchenchefs hat konkrete Maßnahmen ergriffen, um einen hohen Anteil an Bio-Produkten zu erreichen.
Zu den bemerkenswerten Initiativen des Gymnasiums Chateaubriand gehört die Einführung von Workshops zur Ernährungsaufklärung, in denen Schüler lernen, gesunde Mahlzeiten zuzubereiten. Parallel dazu wird die Auswahl der Lieferanten sorgfältig getroffen, wobei lokale Landwirte, die ökologisch wirtschaften, bevorzugt werden. Das Gymnasium Victor & Hélène Basch hingegen hat sich entschieden, mit einem ausgewogenen Bretagne-Menü zu experimentieren. Das Programm kombiniert bretonische Klassiker mit Bio-Zutaten. Dieser Ansatz hat dazu beigetragen, das Bewusstsein der Schüler für gesunde Ernährung zu schärfen und ihnen gleichzeitig ihr lokales kulinarisches Erbe näherzubringen. Die meisten Schüler schätzen diese Initiative, da sie ihnen ein Gefühl der Verbundenheit mit ihrer Umgebung vermittelt und sie mit authentischen Aromen vertraut macht.
Erfolge der neuen Ernährungsinitiativen:
- Organisation von Kochworkshops für gesunde Ernährung.
- Einführung des Menüs „Breizh Équilibré“.
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Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten.
Herausforderungen bei der Umsetzung des Programms „Committed Organic School“:Neben Erfolgen gibt es auch erhebliche Herausforderungen zu bewältigen. Eine der größten Hürden sind die steigenden Kosten für Bio-Produkte. Trotz der Bemühungen der Schulen, einen immer größeren Anteil an Bio-Produkten in ihr Angebot aufzunehmen, können Preisschwankungen die Aufrechterhaltung dieser Initiative erschweren.
- Darüber hinaus müssen auch die Erwartungen der Schüler berücksichtigt werden. Manchmal zögern junge Menschen, neue Gerichte zu probieren, selbst wenn diese mit hochwertigen Zutaten zubereitet sind. Daher ist es wichtig, proaktiv mit ihnen zu kommunizieren, um diesen Übergang zu erleichtern.
- https://www.youtube.com/watch?v=17IuHWh72nw
- Um Kinder für gesunde Ernährung zu begeistern, müssen Schulen ihre Speisepläne abwechslungsreicher gestalten und Rezepte anbieten, die die Schüler ansprechen. Projekte wie „Graines de Rennes“, die Schüler aktiv in die Menügestaltung einbeziehen, sind dabei eine wertvolle Unterstützung.
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Herausforderungen:
Steigende Kosten für Bioprodukte. Die Bereitschaft der Schüler, neue Gerichte zu probieren.Kommunikation und Sensibilisierung der Eltern.
Anpassung der Speisepläne an die Saison. Regionale Unterstützung und gemeinsame InitiativenDer Erfolg der Gymnasien in Rennes bei der Erlangung des Gütesiegels „Engagierter Bio-Betrieb“ wäre ohne die aktive Unterstützung der Region Bretagne nicht möglich gewesen, die einen günstigen regulatorischen und finanziellen Rahmen geschaffen hat. Dank Programmen wie „Terre et Lycées“ (Land und Gymnasien) können Schulen finanzielle Unterstützung erhalten, um einen Teil der Kosten für die Beschaffung von Bioprodukten zu decken.
Diese Unterstützung ist Teil einer gemeinsamen Dynamik, die alle bretonischen Schulen ermutigen soll. Insgesamt sind 116 öffentliche Gymnasien in der Region an dieser Initiative beteiligt, die sich alle für gesunde Ernährung einsetzen. Etwa fünfzehn von ihnen haben das Gütesiegel bereits erhalten, darunter das Gymnasium Descartes, das in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnahm und dessen Erfahrungen weiterhin andere Schulen inspirieren. Ein weiterer positiver Aspekt ist das Entstehen von Bürgerinitiativen zur Unterstützung der Schulen. So organisieren beispielsweise einige lokale Vereine Treffen zwischen Schülern und Bio-Produzenten, um eine direkte Verbindung zwischen jungen Menschen und der Herkunft ihrer Lebensmittel herzustellen. Andere Initiativen, wie beispielsweise das „Bio-Kantinen-Herz“, fördern die Einrichtung von gemeinschaftsbasierten Kantinen, die sich diesem Ansatz verschrieben haben.
Gemeinschaftliche Initiativen, die von der Region unterstützt werden:
- Das Programm „Land und Gymnasien“ zur Unterstützung von Gymnasien bei der Beschaffung von Bio-Lebensmitteln.
- Treffen zwischen Schülern und Erzeugern zur Sensibilisierung für regionale Lebensmittel.
- Einrichtung von gemeinschaftsbasierten Kantinen, die sich ökologischen Anbaumethoden verschrieben haben.
- Regionale Kooperationen zur Förderung des Engagements von Schulen.








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